Prosa

Besser gesagt: Kurzprosa – nur so – für zwischendurch

Woher kommt die Schönheit der Goldmulle?

Wahre Schönheit kommt nebenbei

Wahre Schönheit kommt von innen, heißt es. Die Tierwelt lehrt uns umdenken: Wahre Schönheit kommt nebenbei. Oder sogar als Abfallprodukt, wie bei der Goldmulle (Chrysochloridae).
Goldmullen leben unter der Erde, sie ähneln zwar den Maulwürfen, sind aber nicht mit ihnen verwandt. Sie kommen in der Südhälfte Afrikas vor, dabei wählen sie je nach Art unterschiedliche Lebensräume. Ob unter Grasland, Wüstensand oder Gerbirgsregionen, Goldmullen graben sich Gänge tief ins Erdreich und leben vorallem von Insekten. Die spezielle Nahrungsauswahl variiert von Art zu Art.
Normalerweise zeichnen sich solche Lebewesen nicht durch Farben, Glanz oder sonstige besondere äußere Merkmale aus. Sie sind selber fast blind und immun gegen optische Reize. Bei der Goldmulle ist das anders. Ihr Fell glänzt und schillert von gold bis grün, von metallisch rötlich bis purpur. Erdbewohner mit außergewöhnlicher Schönheit!

Die Goldmulle und ihr bizarres Schillern

Forscher haben nun herausgefunden, wie die Natur der Goldmulle das bizarre Schillern geschenkt hat: Das Fell besteht aus einzelnen Härchen in Form von Paddeln. Jedes dieser „Paddelblätter“ ist unterschiedlich ausgerichtet. Fällt Licht auf das Fell, wird es unterschiedlich gebrochen. So entstehen die Farbschattierungen und der irisierende Glanz. (Quelle biology letters, online).

Doch wozu die ganze Mühe?

Goldmullen sind doch immun gegen optische Reize. Es geht nicht um Werbung für das andere Geschlecht, auch nicht um besonderen Schutz in ihrer Umgebung. Die Wissenschaftler arbeiten noch an eindeutigen Erklärungen. Eine Möglichkeit wäre, dass das Fell dank der speziellen Form und Ausrichtung der Härchen in der Erde sauberer bleibt und die Tiere sich geschmeidiger bewegen können. Außergewöhnliche Schönheit – ganz nebenbei.

Mehr zu den Goldmullen

Foto: ilbusca@istockphotos.com

Ein Augenblick zur Ewigkeit

Heute möchte ich eine Geschichte von mir verlinken, die in der Weihnachtstext-Werkstatt von Annette Paul erschienen ist. Vielen Dank dafür! Einfach auf das Bild klicken und Ihr werdet zu der Seite mit der Geschichte weitergeleitet.

Tine Sprandel in der Weihnachtstextwerkstatt

Brasilien, Praja de Tabatinga

Schroffe Felsen, Erdrutsche, mitgerissene Treppen,
manche Holzstege stehen noch. Kokuspalmen, Palmgedeckte Hütten,
Sand und Brandung. Der Stein ist scharfkantig und löchrig
wie abgekühlte Lava. Ein Flusslauf bildet kurz vor dem Strand
ein Becken. Das Wasser dort ist oberflächlich frisch,
darunter bappwarm. Rote Plastikstühle stehen im Wasser.
Schattenarme kühlen ab. Es ist Winter.

ein Krebs im Sand

Und unermüdlich buddelt Krinoline

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